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Jugendturnierfahrt über Pfingsten (2)   Drucken  E-mail 
Beigesteuert von Manfred Birnkott  
Mittwoch, 06. Juni 2012
Zweiter Teil des vierteiligen Berichts über die Pfingst-Jugendturnierfahrt.
 
2. Tag, Samstag, den 26.05.2012
 
Wir trafen uns bei herrlichen Wetter pünktlich um 09 Uhr am Schachheim. Spielbeginn war um 10 Uhr in Krefeld, bei der Turnierbesonderheit, dass lediglich 30 Minuten als Wartefrist eingeräumt wurden, da durfte man nicht zu spät kommen.
 
Das Wetter über Pfingsten war all die Tage traumhaft schön (wie bei unserem Jubiläumsturnier im letzten Jahr), im Turniersaal wurde es spätestens gegen 12:30 sehr warm und stickig.
 
Die Vormittagsrunde lief von 10-15 Uhr , nachmittags wurde dann von 16-21 Uhr gekämpft, eine große Aufgabe für Konzentration und Durchhaltevermögen.
 
Sebastian hatte einen Fußball mit, und so wurde in der Mittagspause in der Grünanlage ein wenig gebolzt.
 
Die Vormittagsrunde bescherte uns das einzige interne Duell, indem sich Sebastian mit Schwarz gegen Max mit Weiß in einem Franzosen unerwartet schwer tat, sich aber schließlich doch noch durchsetzen konnte.
 
Ich selbst hatte mit dem 13 jährigen Jens Peters (SK Xanten, 1100) einen der "hungrigen Jugendlichen" erwischt, die erheblich stärker spielen, als ihre DWZ Zahl aussagt. Es wurde ein glanzloser Arbeitssieg meinerseits. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass dieses "Milchgesicht" mit 3 Punkten aus 7 Partien sehr erfolgreich 150 weitere DWZ Punkte erobern würde.
 
Viktor, der am Vorabend ein Remis erobert hatte, bekam einen dicken Brocken mit SF Strater (2026), der ihm auch recht zügig den Zahl zog. Unser tragischer Held  war diesmal Jakob Weber, der gegen Julian Spradley (1930) hervorragend spielte, nach kanpp 4 Stunden in ein Endspiel Turm, Leichtfigur und 4 Bauern einzog. Da es keinerlei Freibauern gab und Stellung festgesetzt war, war das Remisangebot von Jakob berechtigt. Als Antwort erhielt er: Die Stellung ist zwar tot, aber ich spiele trotzdem weiter !
 
Der  nun folgenden Untergang vollzog sich in 3 Akten. Zunächst tauschte Jakob seinen starken Springer gegen den für Gewinnzwecke völlig wirkungslosen Läufer ab. Schließlich stellte er einen Bauern ein, sodaaa es zu einem Endspiel Turm und Bauer gegen Turm kam. Immer noch war die Partie in Remisbreite, da der König von Jakob das Bauernumwandlungsfeld beherrschte. Aber dann machte er den letzten Fehler und versuchte mit seinem Turm von vorn bzw. von der Seite zu verteidigen, an Statt von hinten dem gegnerischen König dauerhaft Schachs zu verabreichen. Mit jeweils einer Minute Restzeit musste Jakob schließlich aufgeben und war physisch und psychisch deutlich angeschlagen, zumal die zahlreichen Kiebitze (es war natürlich die letzte laufende Partie) die Hände über dem Kopf zusammenschlugen. Ein sehr trauriger Abschluss der 2. Runde. Von diesem Tiefschlag sollte sich Jakob im ganzen Turnier nicht mehr richtig erholen.
 
2. Runde:   Neuber - Eßer   0-1
                Liebsch- Peters (1100)  1-0
                Strater (2026) - Pütz      1-0
                Weber-Spradley (1930)    0-1
 
Nach kurzer Mittagspause ging es in die Nachmittagsrunde, aber leider wurden die Gegner einfach nicht leichter.
 
Sebastian Eßer bot seinem Gegner Bießner (1750) nach zwei Zügen Remis an, was dieser empört ablehnte. Zur Strafe wurde er dann aber von Sebastian glatt überspielt und dieser lehnte dann im 20.Zug seinerseits das Remisangebot ab und landete anschließend einen schönen Sieg.
 
Ich hatte mit Dr. Stephan Geyler (Düsseldorfer SK, 1832) einen schweren Gegner erwischt, der mich mit Weiß zügig an die Wand spielte, aber zwei ungenaue Züge ließen mich unerwartet wieder aus der bereits zugezogenen Schlinge entschlüpfen. Kaum zu glauben, aber als ich nach 20 Zügen wagte Remis anzubieten, wurde dies dankbar angenommen.
 
Jakob Weber hatte meien Vormittagsgegner Jens Peters erwischt und verlor vermutlich als Folgewirkung auf seine Vormittagsniederlage unerwartet gegen diesen Underdog. Um Jakob musste man sich an diesem Abend tatsächlich Sorgen machen und ich fand kaum tröstende Worte.
 
Da gab es aber inzwischen einen weiteren tragischen Helden. Max Neuber spielte gegen Vinzent Rost (Erftstadt, 1425) unerwartet stark, eroberte zwei Bauern und stand beim Einstieg in das Endspiel klar auf Gewinn. Statt nunmehr die Türme zu tauschen wollte der "Bauernpiranja" aber noch den dritten Bauern verspeisen und übersah so ein simples Grundlinienmatt und aus war der Traum von einem satten DWZ Plus.
 
Des einen Pech war des anderen Glück. Viktor Pütz war wieder mal der Letzte abends am Brett und lag recht deutlich (Bauer gegen Leichtfigur) hinten, allein es war noch viel Material auf dem Brett, der Gegner Hauffe (1576) war in krasser Zeitnot und man spielte an den hinteren Brettern noch mit mechanischen Uhren, bei denen man nie ganz genau weiß, wann das Blättchen fällt. Jedenfalls willigte der Gegner von Viktor im 37. Zug bereitwillig in eine Zugwiederholung ein. Da hat Viktor richtig Glück gehabt.
 
3. Runde: Eßer - Bießner  (1750)    1-0
              Dr. Geyler (1832) - Liebsch     remis
              Hauffe (1576) - Pütz             remis
              Rost (1425) - Neuber         1-0
              Peters (1100) - Weber        1-0
 
Wir fuhren also mit durchaus gemischten Gefühlen/Erfolgen müde gegen 21 Uhr nach Hause. Noch war die Halbzeit nicht erreicht und wir waren trotzdem nach 3 Runden bereits ziemlich geschlaucht. Aber überraschend brachte der folgende Turniertag unser bestes Wettkampfergebnis. Davon demnächst mehr im 3. Teil.
 
Ulrich Liebsch

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